So dann ich bin ich nun in Krakau………….
Sitze auf dem Bett in meinem Zweimannstudentenwohheimszimmer mit gefühlten 6m² und schreibe einen Blog vor, den ich hoffentlich die nächsten Tage auch mal ins Netz stellen kann. Nebenbei trinke ich noch dolles polnisches Dosenbier für ganz billig Geld.
Angekommen bin ich gestern Nacht nach einer gefühlten Odyssee, die eigentlich nur halb so wild war. Meinem Copilot in Hamburg war leider schlecht oder so ähnlich, so dass wir erst ne Stunde später starten konnten. Dann hat mich Krakau so empfangen wie es Großstädte ausserhalb ihrer tollen Innenstädte nun mal tun. Puffs, die die Ausfallstrasse zum Flughafen säumen, besoffene Fussballfans nach einem Spiel von einem der beiden Krakauer Vereine und ein überforderter Urs, weil die Bushaltestellen leider nicht angesagt werden. Danach noch ein kleiner Fussmarsch, weil ich meinen letzten Anschlussbus leider verpasst habe.
Das mein Wohnheim keine architektonische Meisterleistung ist, war mir ja schon klar, aber immerhin hat die Rezeption 24 Stunden am Tag offen. Hoch ins Zimmer, dass ich mir mit Jan einem zu dem Zeitpunkt nicht anwesendem sehr netten Belgier teile, die Franzosen kennengelernt mit denen wir uns das Badezimmer und den Flur teilen und nachdem die noch mal das Krakauer Nachtleben unsicher machen gegangen sind ins Bett gewankt.
Nachts habe ich dann meinen Zimmergenossen kennen gelernt und später dann auch noch mal die Franzosen gehört….kotzen. Aber das Bad war heute morgen sauber.
Heute morgen haben Jan und ich uns dann mal auf den Weg gemacht die Stadt zu erkunden, wobei ein Besuch bei Plus, dem Supermarkt unseres Vertrauens direkt neben dem Wohnheim erstmal als erstes auf der Tagesordnung stand. Komisch so deutsche Produkte mit merkwürdigen Sloty Preisen zu sehen.
Krakau ist einfach eine krasse Stadt. Anders kann man das gar nicht sagen. Unglaublich viel los (an einem ganz normalen Sonntag) und einfach ganz dolle. Macht auch gar keinen Sinn so groß zu beschreiben aber echt dolle. Marktplatz, die Tuchhallen, Wawel….. im ziemlich netten jüdischen Viertel Kazimierz haben wir uns dann mal nen Bierchen gegönnt (die Preise nenn ich hier erst gar nicht) dann noch mal durch die Stadt ….
Auf jeden Fall nen netter Tag und ne sehr nette Stadt, so auf den ersten Blick, mal schauen, wie es mit dem Leben so ist, ist ja meisten s noch ne andere Sache. Aber kann euch schon mal sagen, dass sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt.
Morgen geht es dann mal los mit dem Polish Survival Course. Mal schauen. Danach muss ich dann mal mit der Hardcore Wohnungssuche beginnen um ab dem 30. nicht auf der Strasse zu stehen, wenn mein ach so schöner Wohnheimsplatz flöten geht. Aber auch die WGs haben hier häufig Doppelzimmer und ist irgendwie alles anders mit der Wohnungssuche als bei uns.
Habe gerade insgesamt ein komisches Gefühl weil ich mich hier im Wohnheim gerade nicht so richtig niederlassen kann, weil es sowieso nur für 2 Wochen ist. Hoffentlich finde ich was nettes. Schwanke ja immer so nen bischen zwischen purem Optimismus („ich kann ja auch nen bischen mehr zahlen als die Polen“) und reinster Verzweiflung („AHHHHHH“). Na ja klärt sich dann ja hoffentlich innerhalb der nächsten zwei Wochen. Auch meine relativ diffuse Uni und Kursbelegungssituation sollte sich morgen eigentlich mal lösen.
Reicht jetzt auch mal, weil das sowieso nicht so lustig ist und mir gerade keien weiteren Informationen einfallen, aber werde sicher bald noch ein bischen was aus meinem Abenteuer im Osten berichten…..
P.S.: In Anlehnung an mein großes Blogvorbild beziehungsweise auch Anstifter Dirk schreibe ich auch mal welche Musik ich gerade höre:
Klez.e – Flimmern
Kaligma - Kaligma